Es gibt kein richtiges Leben im falschen

Wer in einer westlichen Industrienation lebt, kann gar keinen kleinen ökologischen Fußabdruck haben. Allein unsere Infrastruktur hier kostet zu viele Ressourcen. Wir haben also kaum eine Chance, hier klimaneutral zu leben. Daher macht uns das Ziel, alles richtig zu machen, nur verrückt. Aber der Fußabdruck kann trotzdem groß oder noch größer sein.

Keinen Saft in Tetrapacks zu kaufen, sondern in Glasflaschen, verringert den Müllberg. Aber der Transport kostet mehr Energie, weil die Flaschen schwerer sind. Zwar könnte man ganz auf Saft verzichten, aber der Mechanismus funktioniert auch bei anderen Dingen ähnlich: Wenn man versucht, ein Problem zu lösen, entsteht an anderer Stelle ein anderes. Aber solange das neue Problem ein bisschen kleiner ist, als das alte, ist es für mich schon ein Fortschritt. Bei Remstalkind ist beispielsweise sehr detailliert ausgerechnet, wieviel weniger Müll auf der einen Seite anfällt, wenn man Kichererbsen getrocknet kauft und selbst einkocht und wieviel Strom man auf der anderen Seite dafür braucht.

Daher ist mein Ziel auch nicht, alles richtig zu machen, sondern alles ein bisschen besser zu machen. Denn wie es bei dem Philosophen Theodor W. Adorno heißt: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“

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