Freitags-Fail: Spülmittel

Ziemlich bald nach unserem Entschluss, die Sache mit der Müllvermeidung ernsthaft anzugreifen, ging schon unser Spülmittel aus. Leider war zu dem Zeitpunkt auch die Spülmaschine kaputt und es dauerte eine Weile, bis wir sie wieder zum Laufen bekommen haben, ohne dass sie die Küche unter Wasser gesetzt hat.

Zumindest hatten wir so ausreichend Gelegenheit, verschiedene selbstgemachte Spülmittel zu testen. Es war ein Trial-and-Error-Prozess und ich fürchte, wir sind noch nicht ganz am Ende angekommen.

Warum überhaupt Spülmittel selbst machen? Ich will vor allem keinen Plastikmüll mehr produzieren, oder zumindest so wenig wie möglich. Bei selbstgemachtem Spülmittel entfällt zumindest die Plastikflasche, in der es meist verkauft wird. Klar, Soda oder Natron kommt auch in einer Verpackung, aber von beidem habe ich eine 500-Gramm-Packung, die lange hält.

Ein zweiter Grund für selbstgemachtes Spülmittel ist, dass ich so wenig Chemie wie möglich den Abfluss hinunter spülen will.

Erster Versuch: Soda

In meinem neuen Lieblingsbuch steht ein Rezept für Spülmittel mit Soda. Klingt recht einfach, 200ml kochendes Wasser mit zwei Esslöffeln Soda mischen, abkühlen lassen, abspülen.

Soda neutralisiert Säuren und hat eine stärkere Wirkung als Natron. Allerdings sind wir schnell davon abgekommen, denn

  • es hat einen weißen Belag in der Spüle hinterlassen
  • es ist nicht fettlösend
  • es trocknet die Hände fürchterlich aus

Also zweiter Versuch: Natron

Das Rezept funktioniert genauso wie mit Soda, leider ist es auch sonst ziemlich ähnlich. Um es abzukürzen: das brachte praktisch keine Verbesserung.

  • die Fettlösekraft ist zu gering
  • die Hände trocknen weiter aus

Aber zumindest wird die Spüle nicht mehr blind.

Gegen die trockenen Hände könnte ich natürlich Spülhandschuhe tragen, aber das bringt mich in meiner Müllbilanz nicht wirklich weiter.

Dritter Versuch: Natron plus Orangenschale

Irgendwo habe ich gelesen, dass die Schale von Zitrusfrüchten fettlösend ist, also kam zu meiner Natron-Mischung Orangenschale dazu.

Das riecht gut und funktioniert tatsächlich besser.

Bleibt aber das Problem mit den Händen.

Also:

Vierter Versuch: Kernseife, Natron, Orangenschale

Nachdem ich gelesen habe, dass es besser klappen soll mit kleingeraspelter Kernseife, habe ich auch das ausprobiert. Kernseife hatte ich sowieso noch im Keller (die böse mit Palmöl).

Doch das war mit Abstand die schlechteste Idee. Jetzt hatten wir eine Fettschicht auf allem und die Hände werden zusätzlich weiterhin ziemlich angegriffen.

Außerdem trennte sich die Seife bald von der Flüssigkeit und das ganze Experiment wurde ziemlich unansehnlich:

Möglicherweise liegt das daran, dass die Seife nicht geeignet ist. Andere haben gute Erfahrungen damit gemacht. Shia von Wastelandrebel kommt mit Olivenölseife gut klar. Andere, wie Zum Ursprung zurück benutzen für fettige Sachen ebenfalls gekauftes Spülmittel.

Der nächste Schritt ist also, eine geeignetere Seife zu finden. Aber vorerst habe ich aufgegeben:

„Ich kaufe einfach eine Packung Spülmittel, ok?“ habe ich vor ein paar Tagen zu meinem Mann gesagt.

Ich frage mich aber schon, warum es für Spülmittelflaschen z.B. kein Pfandsystem gibt, genauso wie für Saftflaschen. Oder warum es nicht wenigsten Nachfüllpackungen gibt, wie für Seife. Oder Spülmittel in Pulverform, dann müsste zumindest nicht das Wasser, das in Spüli enthalten ist, mit dem LKW durch die Gegend gefahren werden.

To be continued…

Ein Kommentar zu „Freitags-Fail: Spülmittel

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