Let’s talk about money, honey

„Ich habe echt mehr Geld übrig, und Du?“ fragte ich letztens meinen Mann. Er macht den Großteil unserer Einkäufe, daher dachte ich, unser neues Einkaufsverhalten schlüge sich vielleicht vor allem auf seinem Konto nieder.

Doch ihm geht es auch so und das, obwohl wir fast nur noch im Biosupermarkt, Käseladen und Fischgeschäft einkaufen.

Die Qualität unserer Lebensmittel ist großartig, trotzdem geben wir weniger Geld aus. Woran das liegt:

  • Wir kaufen weniger essen ein. Früher war unser Kühlschrank so voll, dass wir kaum einen Überblick hatten und immer mal wieder etwas wegwerfen mussten, weil es schlecht geworden ist. Jetzt machen wir einen Essensplan für die ganze Woche, kaufen weniger ein und werden trotzdem statt. Zudem sind wir nicht mehr auf Verpackungsgrößen angewiesen. Wenn wir nur eine Zucchini brauchen, kaufen wir nur eine und nicht drei, nur weil sie zusammen abgepackt sind.
  • Wir kaufen weniger Fertigprodukte, denn die sind fast immer verpackt. Zwar kochen wir eh schon immer selbst und sind keine Fertigpizza-Junkies, aber Tortellini, Kekse, Kracker oder Ähnliches hatten wir schon oft und gerne. Darauf verzichten wir in Moment und sparen dadurch offenbar Geld – aber auch all die Zusatzstoffe, dir in fertigen Lebensmitteln versteckt sind. Natürlich ist das eine Einschränkung, aber bisher kommen wir sehr gut ohne zurecht. Nudeln kaufen wir fertig, inzwischen auch unverpackt (das geht ohne Unverpackt-Laden z.B. bei Basic), Kekse haben wir schon selbst gebackenen, aber eigentlich fehlt uns nichts und das Essen auf unserem Tisch ist frischer.
  • Wir reduzieren grundsätzlich. Inzwischen kann ich an keinem Laden mehr vorbei gehen, ohne mir zu denken, dass all die Klamotten, Haushaltsartikel oder was auch immer mal Müll sein werden. Daher kaufe ich auch nichts mehr, was ich nicht brauche. Und ehrlich gesagt brauche ich ziemlich wenig. Was ich gebraucht habe, konnte ich auch bei eBay Kleinanzeigen finden. Das ist zum einen günstiger, mein eigentlicher Antrieb, gebraucht zu kaufen, ist aber ein anderer. Inzwischen gibt es so viel Zeug auf der Welt, dass ich nicht glauben kann, dass auch nur ein Ding für mich neu produziert werden muss (außer Unterwäsche, Hygieneartikel und Ähnliches). Also verlängere ich die Haltbarkeit von Gegenständen, indem ich sie weiter nutze.
  • Wir sparen unglaublich viel Geld in Drogerien. All die Cremes, Haarspülungen, Liedschatten usw. können mich auch nicht schöner machen können, als wenn ich endlich mal wieder ausschlafen könnte. Deo habe ich bereits selbst gemacht und mit Haarseife und einer festen Spülung komme ich inzwischen gut zurecht. Kosmetik ist bis jetzt noch kein Thema, weil meine Vorräte noch gut gefüllt sind. Aber wenn die zur Neige gehen, werde ich nach und nach Lösungen finden. Putzmittel ist teilweise noch eine Herausforderung, aber Waschmittel selbst zu machen ist echt einfach und günstig.
  • Langfristig gibt es sicher auch einen gewissen Effekt dadurch, dass ich viele Einmal-Produkte ersetzt habe (Taschentücher, Küchenrolle, Wattepads, Tampons). Das macht aber nur einen kleinen Teil der Kosten aus. Den größten Teil sparen wir bei Lebensmitteln und Spontankäufen.

Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Lebensstil so schnell so positiv auf den Geldbeutel auswirkt. Aber ich gehe davon aus, dass das anhält.

Bild: unsplash/Abigail Low

2 Kommentare zu „Let’s talk about money, honey

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