Müllometer – Medienschau KW 13

Mode I

Kleidung ist eine Wegwerfware geworden. 60 Stück kaufen sich Deutsche jedes Jahr und genauso viel schmeißen wir auch wieder weg, Um dagegen vorzugehen, gibt es verschiedene Ansätze. Das ZDF zeigt drei alternative Wege: Eine Designerin, die mit den Stoffresten arbeitet, die bei der üblichen Kleidungsproduktion anfallen. Ein anderer produziert Hosen regional und in Bio-Qualität. Und zwei junge Berlinerinnen vermieten Kleidung (das habe ich tatsächlich vor einiger Zeit selbst mal ausprobiert. Damals war ich noch nicht überzeugt von dem Service, teilweise rochen die Klamotten nach Keller. Aber vielleicht sind sie jetzt weiter).

Das Video ist noch bis zum 19. März 2019 verfügbar.

Mode II

Ein Casuale Wardrobe besteht aus wenigen Teilen, die alle zusammen passen. Der minimalistisch bestückte Kleiderschrank vermindert Verschwendung und sicherte doch eine abwechslungsreiche und stilvolle Garderobe. Manche kommen sogar mit 19 Teilen aus:

Plastikmüll im Meer

Einer der größten Müllstrudel im Meer ist der sogenannte „Great Pacific Garbage Patch“ zwischen Hawaii und Nordamerika. Wie Messungen jetzt festgestellt haben, ist er deutlich größer, als gedacht. 80.000 Tonnen Plastik treiben dort auf einer Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern. Das ist 4,5-mal mehr als die Fläche Deutschlands. Spiegel Online zeigt eine Bildergalerie von dem Müll aus dem Meer.

Biologisch abbaubare Flasche

Um gegen diesen Plastikmüll anzukommen, hat der isländische Student Ari Jónsson eine Flasche entwickelt, die sich selbst zersetzt. Sie besteht aus einer Alge, die durch die Flüsigkeit in der Flasche in Form gehalten wird. Sobald die Flüssigkeit weg ist, verliert die Flasche die Form. Die Reste können in den Biomüll. Oder sogar gegessen werden:

Plastik-Recycling I: Ziegelsteine

Drei junge Argentinier haben ein Verfahren entwickelt, um aus altem Plastikmüll Ziegelsteine zu machen. Die Steine sind leicht und strapazierfähig und geben rund 20 ehemaligen PET-Flaschen ein zweites Leben. Newsgreen berichtet darüber.

Plastik-Recycling II: Turnschuhe

Adidas hat zusammen mit der Organisation Parley for the Oceans einen Prozess entwickelt, um aus Plastikmüll aus dem Meer Kleidung zu machen. Es gibt bereits verschiedene Kleidungsstücke wie Laufschuhe und T-Shirts, die sich sehr gut verkaufen, wie das Outdoor Magazin schreibt.

Das Ende der Plastiktüten

Seitdem Plastiktüten im Laden etwas kosten, ist die Zahl der verkauften Tüten deutlich zurück gegangen. Das Handelsblatt zitiert eine Umfrage von tns-infrateste, für den Verband der Verpackungsindustrie durchführt, wonach nur noch 4,5 Prozent der deutschen Plastiktüten kaufen. Die Verpackungsindustrie spürt den Druck der Verbraucher und denkt über Alternativen nach. Allerdings betont der Verband auch, dass Verpackung dort wichtig ist, wo sie dafür sorgt, dass z.B. Lebensmittel nicht so schnell verderben.

Kostenpunkt

Plastik sparen schont den Geldbeutel. Ich sag es ja. Die Berliner Zeitung rechnet vor, dass der Verzicht auf Plastiktüten und to-go-Becher bares Geld einspart. Wenn man auch noch auf Leitungswasser umsteigt und zwei mal pro Woche das eigene Mittagessen in die Arbeit mitnimmt, kann man demnach 385 Euro im Jahr einsparen.

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