Müll, Verschwendung und Ästhetik – warum Zero Waste das Leben schöner macht

Oft benutzen wir Anglizismen und englische Begriffe aus Bequemlichkeit oder weil sie einfach besser klingen als die deutsche Alternative (Beispielsweise „Slip“ vs. „Schlüpfer“).

Bei dem Begriff „Zero Waste“ kommt noch ein anderer Grund dazu: „Waste“ bedeutet im Englischen nicht nur Müll, sondern auch Verschwendung.

Wenn ich also vom Zero-Waste-Fieber erfasst bin, versuche ich nicht nur, die Füllung meiner Mülltonne zu reduzieren, sondern auch generell weniger zu verbrauchen und zu verschwenden.

Das kann auf sehr vielen Ebenen stattfinden, aber letztlich bringt es mich immer wieder an den Punkt, an dem ich mich frage: „Brauche ich das, oder will ich das?“ Und wenn ich es will, warum? Das führt dazu, dass man sich mehr damit beschäftigt, was einem wirklich wichtig ist.

Das Schöne ist, dass diese Bewegung nicht mehr auf Gesundheitssandalen und Wollsocken daherkommt, sondern mit stylischen Instagram-Accounts, minimalistischer Einrichtung und Selbstbewusstsein. Auch wenn das noch nicht überall angekommen ist.

„Du wirst jetzt aber nicht so gammlig rumlaufen, oder?“ wurde ich zum Beispiel gefragt. NEIN! Ich kaufe lediglich möglichst wenig ein und versuche das, was ich brauche, möglichst ressourcenschonend zu bekommen. Also entweder Second Hand oder von so guter Qualität, dass es möglichst lange hält. Am liebsten wären mir Produkte, die man entweder kompostieren oder komplett recyceln kann.

Ich mag noch immer schöne Kleidung, ein gemütliches Zuhause und gutes Essen. Ich will dabei nur weniger Schaden anrichten als bisher.

Der positive Nebeneffekt dabei ist, dass Zero Waste vieles schöner macht. Wobei „Zero“ ziemlich utopisch ist. Aber „minimal“ ist ein guter Anfang.

Im Badezimmer verschwinden die Plastikverpackungen, im Wohnzimmer wird es leerer, weiter und aufgeräumter. Der Kühlschrank ist übersichtlicher.

Daher kommt dieser Lebensstil ziemlich ästhetisch daher und schärft das Bewusstsein.

Ich finde das gut.

Bild: unsplash

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