Style ohne Ende: Das Kleidertauschprogramm

Denise ist eine der am stylishsten angezogen Kolleginnen, die ich habe. Sie kombinierte verwegen, hat keine Angst vor Mustern und das coolste: sie stillt ihren Hunger nach Mode mit Hilfe eines Tauschsystems, das sie mit ihree Freundin Julia aufgebaut hat. Wie das funktioniert, erklärt sie im Interview:

Denise, du tauschst mit einer Freundin regelmäßig Klamotten aus, wie kam es dazu?

Es gibt Angebote, bei denen man Kleidung mieten kann, wie z.b. die Kleiderei, die haben wir uns zusammen angesehen und festgestellt, dass uns die Auswahl nicht so zusagt. So kamen wir darauf, einfach untereinander zu tauschen. Wir beide haben eine große Auswahl an Klamotten, so viel kann man einerseits gar nicht tragen, andererseits finde ich es gut, immer mal wieder etwas anderes anziehen zu können. Seit zwei Jahren tauschen wir daher alle paar Wochen eine Tüte mit Kleidern aus.

Aber das kann nur funktionieren, wenn man die selbe Größe und einen ähnlichen Stil hat, oder?

Naja, exakt die gleiche Größe haben wir nicht, aber das klappt schon. Wir interessieren uns beide für Mode. Es ist eine Voraussetzung, dass man da harmoniert.

Wie hat sich dadurch dein Einkaufsverhalten geändert?

Ich kaufe deutlich weniger ein. Und wenn ich etwas kaufe, dann kaufe ich oft für uns beide und frage mir dann, ob es meiner Freundin auch gefallen würde. Letztens waren wir auf einem Konzert und wollten beide gerne ein T-Shirt. Wir haben dann aber zusammen nur eins genommen, weil wir wussten: in ein paar Wochen geben wir es dann der anderen weiter.

Irgendwann merkte ich, dass das Glücksgefühl, das sich nach einem Einkauf einstellt, nicht nachhaltig ist. Wenn Du ein Teil ein, zwei mal getragen hast, ist das Gefühl vorbei und man rennt wieder in den nächsten Laden. Aber eigentlich ist es doch verrückt, dass wir eine Jeans für 16 Euro kaufen können.

Was passiert, wenn mal etwas kaputt geht oder verwaschen ist?

Das ist eigentlich noch nicht vorgekommen. Aber wenn, dann würden wir beide kein Drama daraus machen. Wir behandeln die Klamotten pfleglich, aber natürlich kann immer mal etwas kaputt gehen.

Kleidung auszuleihen ist eine Sache des Vertrauens und sogar ziemlich intim. Hat das eure Freundschaft verändert?

Wir sind schon seit der Schule eng befreundet und hatten immer viel Spaß an Mode. Daher: nein, nicht direkt. Aber man muss sich schon vertrauen und kann das nicht mit jedem machen. Früher haben wir in die Schränke unserer Freundinnen geschaut und und selbstverständlich Dinge ausgeliehen. Irgendwann im Erwachsenenalter hat das aufgehört und das erschließen wir uns so wieder.

Allerdings könnte ich das nicht mit zu vielen anderen gleichzeitig machen, denn dann würde man den Überblick verlieren.

Dank an @Lewis_same für das Foto auf unsplash.

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