Wir sind autofrei!

„Weg ist er!“ Schrieb mir mein Mann am 5. Juni. Erleichterung! Endlich sind wir das Ding los. Dieses Auto, das am Ende nur noch Ärger gemacht hat und nicht mehr ohne größere Investition durch den TÜV gekommen wäre.

Jetzt wollen wir es als vierköpfige Familie (OK, fünfköpfig, wenn man den Hund mitzählt) ohne Auto versuchen. Der Übergang ging schleichend, denn das Auto stand schon wochenlang fahruntüchtig in der Garage. Einkaufen ohne Auto, abends mit müden Kindern von Freunden heimradeln statt sie einfach ins ins Auto zu packen – das alles haben wir daher schon ausprobiert, bevor der Händler uns tatsächlich noch einen schönen Batzen Geld für die zerkratzte, nach ranziger Milch stinkenden, zickigen Mühle gegeben hat.

Ganz hart war dieser Schritt auch deshalb nicht, weil wir uns für größere Ausflüge das Auto meiner Mutter ausleihen durften (danke Mama, du bist eh die Beste!). Aber auch wenn wir für solche Gelegenheiten eins mieten, werden wir auf Dauer günstiger kommen.

Man könnte meinen, in einer Großstadt wie München hätte man so viele Carsharing-Angebote, dass das Automieten ein Kinderspiel sei. Leider nicht überall. Wer sagt, München sei ein Dorf, soll mal nach München-Lochhausen kommen! Das ist ein Dorf im Dorf. Mit Traktoren, Hühnern und Highland-Rindern. Sehr idyllisch, aber ohne Drivenow oder Ähnlichem. Diese Angebote reichen leider nicht bis ganz an die Stadtgrenze. Noch nicht. Ich gehe davon aus, dass das irgendwann – eher lang- und mittelfristig – schon noch kommen wird. Bis dahin bleiben uns die Räder und die S-Bahn. Und die Autovermietung oder das Taxi. Selbstverständlich wird nicht alles glatt laufen. Räder können Platten bekommen. Die S-Bahn, ach die S-Bahn. Die strapaziert die Nerven ähnlich wie der Stau morgens auf dem Mittleren Ring. Und Autosmieten kostet Geld. Irgendwas ist doch immer.

Eine Sache, die auf alle Fälle schon deutlich wurde: man muss den Wetterbericht besser im Blick und Regensachen in der Tasche haben. Bei unseren ersten Besuch bei Freunden mit dem Zug überraschte uns beim Aussteigen ein Regenschauer, der uns bei dem 20-minütigen Fußmarsch, der uns bevor stand, völlig durchnässt hätte. Regenhülle für den Buggy? Vergessen. Regenjacke für die große Tochter? Vergessen. Das Ende vom Lied war, dass uns unser Freund abgeholt hat.

Mit dem Auto 🙂

Bild: Pixabay

2 Kommentare zu „Wir sind autofrei!

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  1. Man gewöhnt sich daran, alles schleift sich ein! Fussmarsch im Regen…es gibt vllt noch den Bus, wenn es zu heftig wird!? Aber ohne Auto entschleunigt man einfacher, weil man mehr Zeit für Wege einplanen muss! Das Allerbeste ist, dass man viele Kilometer zu Fuß zurücklegt, die man sonst im Auto gefahren wäre. Der Körper freut sich!!!

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  2. Wir sind seit fast zwei Jahren autofrei, nutzen Stattauto. Klappt prima. Manchmal auch nervig, wenn kein Wagen verfügbar. Reine Gewohnheitssache….

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