Pfannkuchen auf dem Kopf

Seit einer Woche experimentiere ich mit Roggenmehl als Shampoo-Ersatz. Ich wollte es einfach mal ausprobieren, nachdem ich viel darüber gelesen habe. Zero-Waste-Profis werden sich denken: na klar, keine große Sache. Alle anderen, denen ich das bisher erzählt habe, schauten ungläubig auf meine Frisur. Ihnen erklärte ich dann, was man im Netz so dazu lesen kann und was ich hiermit bestätige:

Es funktioniert! Es sorgt dafür, dass die Haare nicht fettig sind, dafür aber weich, glänzend und haben irgendwie mehr Halt. Anders als mit den verschiedenen Haarseifen, die ich bisher ausprobiert habe, werden die Haare nicht trocken und fizzy. Ich brauche keine Spülung oder saure Rinse (so heißt es, wenn man die Haare mit Essig ausspült, was zwar gut für Haut und Haare, aber schlecht für den Geruchssinn ist, wie ich finde).

Ja, es ist etwas gewöhnungsbedürftig und bedarf etwas Vorbereitungszeit. Und ja, ich dachte die ersten Male eher an Pfannkuchenteig, denn an Körperpflege. Aber wenn’s schee macht, wie man hier in Bayern sagt…

Roggenmehl enthält wenig Gluten und viel Stärke. Die nimmt das Fett auf und reinigt. Gleichzeitig enthält es pflegende Substanzen.

Die Vorteile aus meiner Sicht:

  • Kein Verpackungsmüll
  • Keine Chemie
  • Geringe Kosten

Wir brauchen zu zweit etwa 150ml Wasser und zwei bis drei Esslöffel Mehl. Nach zehn Minuten Quellzeit bekommt es eine leicht geleeartige Konsistenz. Je länger man es quellen lässt, umso mehr Pflegestoffe werden angeblich freigesetzt, aber gleichzeitig soll auch der Stärkegehalt sinken (keine Ahnung, ob das stimmt).

Diese Masse schütte ich vorsichtig auf meinen Kopf, massiere sie ein und lasse sie ein paar Minuten einwirken. Beim Auswaschen muss man gründlich sein, aber das war’s dann.

Für mich ist das definitiv eine interessante Erweiterung der Morgen-Routine, wobei ich nicht weiß, wie gut das mit langen Haaren klappt. Auf Reisen stelle ich mir das ganze sehr unpraktisch vor. Deshalb habe ich unterwegs die Haarseife dabei.

Ein Kommentar zu „Pfannkuchen auf dem Kopf

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  1. Schöner Versuch! Ich habe das letztens in einer Sendung gesehen, Haare waschen ohne Shampoo. Mit Natron, Essig, Waschnüssen und/oder Aloe vera (direkt aus der Pflanze) Bis auf Aloe vera hat alles mehr Schaden angerichtet, auf Haar und Kopfhaut. Aloe vera hingegen hat Fett und Schmutz aus dem Haar entfernt, und war im Test besonders mild zur Kopfhaut. Wurde aber auch nur bei kurzen Haaren praktiziert. Ich habe Aloe vera Pflanzen und kurze Haare, ich werde es ausprobieren. Und wenn es funktioniert, dann züchte ich meine Aloe vera zur Plantage!

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